7 Fragen, die Du Dir stellen solltest, bevor Du ein Partnerprogramm startest8 min read

Als Beispiel: 

Marielle liebt es, individuelle WordPress-Themes für ihre Kunden zu erstellen. Nachdem sie von ein paar ihrer Freunde gebeten wurde, hat sie begonnen, ihre WordPress-Themes zum Verkauf anzubieten. Es machte ihr viel Spaß, diese Projekte zu erstellen, aber nach 6 Monaten hatte sie nur ein paar Verkäufe.

Daraufhin fragte Marielle ihren Business Coach, was sie tun kann. Sie erklärte ihm, dass der Verkauf ihrer eigenen WordPress-Themes nicht so profitabel ist und fragte sich selbst, ob sie nicht doch einfach aufgeben sollte. Ihr Coach ermutigte sie, doch einfach ein Affiliate-Programm für ihre Themes zu erstellen.

Also beschloss Marielle, dass zu versuchen, was ihr Coach ihr geraten hat. Sie stellte ihr Partnerprogramm so ein, dass es eng mit ihrem Einkaufswagen zusammenarbeitet. Dann lud sie ein paar Freunde ein, ihr bei der Werbung für ihre neueste Themenveröffentlichung zu helfen.  Zu ihrer Überraschung machte sie damit mehr Umsatz, als ein Privatkunde ihr normalerweise bezahlen würde. Durch diesen Erfolg wurde Marielle süchtig und beschloss, mehr Zeit mit der Arbeit mit Partner zu verbringen. 

Wie Marielle kannst auch Du ein Partnerprogramm für Dein Unternehmen starten, aber bevor Du das tust, gibt es einige Fragen, die Du Dir selbst stellen solltest…

Frage 1: Aber was ist ein Partnerprogramm?

Wenn du nicht mit Partnerprogrammen vertraut bist, dann funktionieren sie so: 

Ein Partner bewirbt dein Produkt oder deine Dienstleistung in seiner Community über einen speziell verfassten Link. 

Wenn dann irgendjemand auf seinen Link klickt und einen Kauf tätigt, zahlst du dem Partner einen Prozentsatz des Verkaufs, also eine sogenannte Provision. 

Das Tolle an so einem Affiliate-Programm ist, dass du die Affiliates nur dafür bezahlst, dass sie dir Geld einbringen. Wenn sie dein Produkt oder deine Dienstleistung zwar bewerben, aber niemand einen Kauf tätigt, dann hast du auch nichts verloren.

Frage 2: Was sind denn die Vorteile eines Partnerprogramms? 

Es gibt sehr viele Vorteile, so ein Partnerprogramm zu erstellen. Der erste und auch offensichtlichste Vorteil sind mehr Verkäufe dadurch. Vorausgesetzt, du sprichst die richtigen Partner an. Wenn diese auch bei ihren Aktionen ethisch korrekt vorgehen, wirst du von mehr potenziellen Kunden gesehen als zuvor.

Was auch gut ist, wäre eine Suchmaschinenoptimierung. Mit einem Partnerprogramm kannst du erwarten, dass mehrere Backlinks von seriösen Websites auf dein Produkt verweisen.

Dies zeigt Suchmaschinen wie dem großen „G“, dass du ein legitimer und vertrauenswürdiger Produktersteller bist. 

Was auch ein weiteres Plus für ein Partnerprogramm ist, dass es dir Zeit für das Marketing spart. Anstatt deine eigenen Marketingbemühungen aufzuteilen, kannst du dich auf die Werbekanäle konzentrieren, die für dich am besten funktioniert und deine Partner können sich auf die anderen Kanäle konzentrieren. 

Schließlich behältst du die Kontrolle über die Kosten. Wenn eine Werbekampagne nicht richtig aufgestellt ist, kann dir schnell ein paar Hundert Euro für ein paar Klicks in Rechnung gestellt werden. Beim Affiliate-Marketing aber schuldest du nur den Affiliates etwas, wenn sie dir Geld einbringen. 

Frage 3: Wie startest du dein Partnerprogramm?

Um ein Partnerprogramm zu starten, gibt es keinen richtigen Weg. Wenn du bereits einen Warenkorb hast, dann wird es einfachsten und effizientesten sein, die Affiliate-Option zu nutzen, die sich einfach in die Software integriert, die du bereits verwendest.

Ein Beispiel, WooCommerce hat ein Affiliate-Plugin, das du mit deinem Warenkorb verwenden kannst. Ein weiterer beliebter Warenkorb mit dieser Funktion ist aMemberPro. 

Frage 4: Was muss ich wissen, bevor ich ein Partnerprogramm starte?

Wenn du ein Partnerprogramm startest, kann es sehr hilfreich sein, ein paar allgemeine Richtlinien aufzustellen, nur um sicherzustellen, dass alles für deine Partner klar ist.

Zuallererst solltest du deinen Prozentsatz festlegen. Viele Affiliates erwarten für die meisten digitalen Produkte eine Provision von 30-50%. Bei hochpreisigen Dienstleistungen, wie z.B. Coaching, könntest du eine Provision von 10-15% anbieten.

Neben der Festlegung deiner Affiliate-Rate musst du auch bestimmen, wann du deine Affiliates ausbezahlen wirst. Im Minimum solltest du monatliche Zahlungen anbieten. Viele Affiliates bevorzugen jedoch lieber einen wöchentlichen Zeitplan. 

Gib auf deiner Affiliate-Seite an, wann die Affiliates voraussichtlich für ihre Verkäufe bezahlt werden, zum Beispiel „Zahlt wöchentlich am Freitag für die Verkäufe der Vorwoche“. So wissen deine Affiliates genau, wann sie bezahlt werden. 

Auf Affiliate-Portalen bzw. Partnerprogramm-Plattformen (Digistore24, Awin, Adcell, Check24, Tarifcheck24, Belboon, Webgains etc.) erfolgen die Provision-Auszahlungen automatisch und absolut zuverlässig. Hier zahlst du einen kleinen Prozentanteil für diesen Service, dafür bleibt dir der enorme Zeitaufwand mit dem Verwalten und Auszahlungen der Provisionen erspart.

Frage 5: Was bringt die Affiliates überhaupt dazu, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bewerben?

Der erst und auch der offensichtlichste Grund dafür, dass Affiliates für dein Produkt oder deine Dienstleistung werben wollen, ist, dass sie glauben, dass es ihrer Community nützt und ihnen auch gleichzeitig Provisionen einbringt. 

Das bedeutet, dass deine erste Priorität darin bestehen sollte, sicherzustellen, dass deine Produkte von hoher Qualität sind. Veröffentliche nur Produkte, die deinen Kunden dienen und dir dabei helfen, deine Ziele zu erreichen.

Wenn dein Partnerprogramm neu ist und deine Partner noch keine Erfahrung mit dir haben, biete ihnen doch einfach ein Rezensionsexemplar deines neuesten Produkts an. Wenn du dies machst, können deine Partner sich dein Produkt selbst ansehen und entscheiden, wie sie es bewerben möchten. Dadurch werden sie sich sicherer fühlen, wenn sie deine Links mit ihrer Community teilen, da sie aus erster Hand wissen, dass das, was du verkaufst, wertvoll ist. 

Affiliates werben auch gerne für ihre eigenen Produkte oder Dienstleistungen, wenn sie ihren Abonnenten einen Rabatt oder einen Gutscheincode anbieten. Das liegt daran, dass die Dringlichkeit, ein gutes Angebot zu bekommen und Geld zu sparen, für neue Kunden sehr ansprechend sein kann. 

Daher richten auch viele Produktentwickler zur Markteinführung einen Gutscheincode ein. Sie teilen diesen Gutscheincode mit ihren Partner, die ihn an ihre E-Mail-Listen-Abonnenten oder Facebook-Gruppenmitglieder weitergeben. 

Frage 6: Woher weiß ich, ob jemand überhaupt ein guter Affiliate ist?

Affiliates, die generell unethisch oder spammy (mit Werbung und so weiter nerven) sind, können deine Marke und deinen Ruf ernsthaft schädigen. Das Ergebnis ist, dass Monate oder auch Jahre, die du mit dem Aufbau deines Geschäfts verbracht hast, dank einiger skrupelloser Affiliates den Bach runtergehen können. 

Der beste Weg, damit du sicherstellen kannst, dass du gute Partner bekommst, ist, jeden neuen Partner, der sich für dein Partnerprogramm anmeldet, sorgfältig zu überprüfen. Erstelle einfach ein Formular und bitte deine neuen Partner, es auszufüllen. Bitte deine potenziellen Partner in dem Formular, ihre Website, ihre Social-Media-Profile und ihre Pläne für Werbemaßnahmen anzugeben.

Sobald du diese Informationen hast, kannst du anfangen zu recherchieren. Schau dir ihre Website und Social-Media-Profile an. Bewerben sie regelmäßig Produkte oder Dienstleistungen, die großen Versprechungen machen und nicht halten? Sind sie auf Produkte ausgerichtet, die große Verkaufsschlager sind, sich aber im Nachhinein als Blindgänger herausstellen?

Achte auch genau darauf, wer ihre Freunde und Follower sind. Gleichgesinnte einer Art neigen dazu, sich zusammenzuscharen und das ist besonders in der Welt des Online-Business der Fall. Achte auch darauf, ob dein neuer Partner mit ethischen Vermarktern und ehrlichen Geschäftsinhabern zusammen arbeitet.

Nach einigen Recherchen kannst du dann eine fundierte Entscheidung darüber treffen, ob du die Bewerbung genehmigst oder ablehnen wirst. Scheue dich nicht davor, die Bewerbung von jemanden abzulehnen, der einfach überhaupt nicht in dein Programm passt!

Frage 7: Inwiefern unterscheidet sich Affiliate Marketing von anderen Formen des Marketings?

Affiliate-Marketing ist anders, weil es in erster Linie beziehungsbasiert ist. Die Affiliates bewerben dich, um eine Provision zu verdienen, ja. Aber sie können auch dein neuestes Produkt bewerben, einfach, weil sie es mögen, was du tust und an deine Arbeit glauben. 

Das bedeutet, dass die Pflege der Beziehung zu deinen Affiliates wichtig ist. Du kannst dies tun, in dem du regelmäßig mit deinen Partnern in Kontakt bleibst, sie über ihre neuen anstehenden Verkäufe informierst und im Gegenzug für ihr Geschäft wirbst, vorausgesetzt, dass es auch gut zu deiner Community passt. 

Dein eigenes Affiliate-Marketing-Programm zu starten, kann sehr einfach sein und auch Spaß machen.

Tatsächlich kann es aber auch eine wunderbare Möglichkeit sein, deine Verkäufe anzukurbeln, Backlinks zu erhalten, Beziehungen zu deinen Affiliates aufzubauen und deine Marke auf spannende und neue Weise zu vergrößern!

Mein ultimativer Tipp für dich:

Starte zuerst mit Affiliate Marketing!

Dann erst mit deinem eigenen Produkt.

Bevor du ein Partnerprogramm aufstellst, melde dich selbst bei mehreren Vendoren/Merchants an (= Menschen, die Produkte/Kurse/Dienstleistungen anbieten), die selbst im Vorfeld erfolgreich Affiliate-Marketing betreiben. Schau dir genau an, wie sie das Ganze aufgebaut haben. Entwickle ein Gefühl dafür, worauf du achten musst. Erstelle Checklisten, um die wichtigsten Arbeitsschritte immer im Blick zu haben.

Wenn du bereit bist, dein eigenes Partnerprogramm auf die Beine zu stellen, kann ich dir für den deutschsprachigen Raum diesen Kurs empfehlen: „AffiliatePowerMarketing“ oder „Die Cashcow melken“. Hier wird alles auf den Punkt gebracht. Klar strukturiert, einfach und unkompliziert!

7 Fragen, bevor du dein Partnerprogramm startest - Das musst du vorher unbedingt wissen, um eine klare Struktur in dein Partnerprogramm zu bringen. Hier erfährst du, worauf es ankommt.
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